Psychophysiognomik nach Carl Huter
Jeder Mensch nimmt gefühlsphysiognomisch seine Mitmenschen wahr. Das Wahrnehmungssystem des Menschen ist so organisiert, dass Farben, Formen, Spannungen und Bewegungen in der Natur und beim Menschen gesehen und interpretiert werden.
Der Begriff Psychophysiognomik stammt aus dem Griechischen und heisst „das Wesen erkennen und beurteilen“.
Die Physiognomik nach Carl Huter basiert auf dem Studium der genetisch bedingten Formen des Menschen und beschäftigt sich mit den Fragen:
- Woher kommt der Mensch
- Wer ist der Mensch
- Wohin geht der Mensch
Sie ist eine Wissenschaft, frei von ideologischen und religiösen Abhängigkeiten und basiert auf evolutionsbedingten, anatomischen, physikalischen und chemischen Grundgesetzen.
Die Psychophysiognomik hat zum Ziel, das Wesen des Menschen im gesamten Naturzusammenhang und im gesellschaftlichen Kontext zu verstehen. Anwendungsbereiche finden sich in der Erziehung, der schulischen Ausbildung, der Berufsbildung, der Teambildung, der Führung usw. - überall dort, wo Menschen aufeinander treffen.
Eine Grundlage der Psychophysiognomik stellt die Naturell-Lehre dar, entdeckt und begründet 1907 durch Carl Huter. Weitere Grundlagen bieten die Mimik, Gestik und Körpersprache und die Lehre der Temperamente.
Quelle:
- Fritz Aerni, Carl-Huter-Verlag, Zürich, Lehrbuch der Menschenkenntnis
- Carl-Huter-Verlag, Zürich, Die Naturelllehre